Der Gnitz

Der Gnitz ist eine Halbinsel auf Usedom mit einer flachen Wiesenlandschaft im Osten und ausgedehntem Wald im Westen.Die Südspitze ist durch ein 22 meter hohes Steilufer gekennzeichnet. Der Name Gnitz ist auf einen slawischen Adligen namens Henricus de Gnez um 1225 zurückzuführen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Halbinsel befinden sich die drei Orte Lütow, Neuendorf und Netzelkow mit insgesamt circa 300 Einwohnern. Hiervon entfallen etwa 50 auf den kleinen Weiler Netzelkow. Der Ort Netzelkow wurde im Jahr 1358 erstmalig erwähnt. Er war seit dieser Zeit bis 1945 im Besitz der Familie von Lepel. Nach dem Krieg wurde der Gutsbesitzer von der Sowjetunion verschleppt und im Zuge der Bodenreform enteignet. Nach der Wende erhielt die Familie von Lepel ihr Eigentum nicht zurück.

Der Ort ist nach der Wende weitestgehend von der großen Tourismuswelle verschont geblieben. In den letzten Jahren entstand ein neues Baugebiet in reizvoller Landschaft. Dabei wurde auf einen sanften Tourismus viel wert gelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Reethaus Achterwasser wurde um 1930 errichtet und gehört damit noch zum alten Dorfkern von Netzelkow. Hier konnte der dörflichen Charakter bewahrt werden. Kleintierhaltung und Selbstversorgung aus dem eigenen Garten hat hier die Zeit überdauert. Ein Idyll welches vor allem bei Kindern sehr geschätzt wird. Von der Terrasse blickt man auf eine der ältesten Kirchen Usedoms.Der Weg zum 100 Meter entfernten Achterwasser ist gesäumt von uralten Bäumen und Natursteinmauern. Gegenüber des Reethauses befindet sich eine kleine Galerie mit Cafegarten. Durch die günstige Lage des Dorfes, am Ende einer Straße, ist hier nur mit Anwohnerverkehr und Hafenbesuchern zu rechnen. In Lütow und Neuendorf findet man ein kleines Hallenbad, einen Campingplatz mit kleinem Sandstrand am Steilufer,Biergärten und liebevolle Cafes. Vom Reethaus Achterwasser kann man Radtouren oder Wanderungen rund um den Gnitz starten. (Fahrräder können in Zinnowitz geliehen werden ca. 5 Euro am Tag )

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im wunderschönen Naturschutzgebiet begegnet man seltenen Tieren wie Seeadler und  Otter. Rot- und Schwarzwild ist hier häufig anzutreffen. Die Landschaft ist durch Feld, Wald,Wiesen und Moor entlang des Achterwassers sehr abwechslungsreich. In den drei Orten des Gnitzes entdeckt man liebevoll restaurierte alte Häuser. Kleine Gaststätten laden zu einer Rast ein. Hier können Hausgemachte Spezialitäten verkostet werden. Das Seebad Zinnowitz ist nur 5 kilometer entfernt und auf dem Radweg schnell zu erreichen. An dem 42 Kilometer langen Sandstrand fährt man an herrlichen Promenaden entlang. Durch Abstecher in die kleinen Cafes oder Shops läßt sich der Tag sehr abwechslungsreich gestalten.Der gesamte Weg wird durch vielfältige Natur und Baukunst der Jahrhundertwende geprägt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn man die über 1900 Sonnenstunden im Jahr, frische Seeluft und Natur der Insel geniessen will, sollte das Fahrrad immer erste Wahl sein. Gerade in der Hauptsaison ist die Suche nach einem PKW-Parkplatz in den See- und Kaiserbädern eine langwierige Sache. Es ist fast unmöglich hier eine legale Abstellmöglichkeit zu finden. Für längere Wege entlang der Küste empfiehlt es sich die Bäderbahn zu nutzen. Diese fährt in der Saison alle halbe Stunde sonst stündlich. Mit Ihr kann man die Kreisstadt Wolgast erreichen oder bis nach Swinemünde in Polen fahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besonders sehenswert erscheinen die Kaiserbäder Bansin,Heringsdorf und Ahlbeck. Die historische Bäderarchitektur der Kaiserzeit verleihen diesen Orten ein Gesicht welches einmalig und unvergesslich ist.